Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft erhält eine Photovoltaikanlage
Die Energie der Sonne nutzen und damit nachhaltig agieren will die KWG Reilingen mbH, die aktuell zwei Wohngebäude in ihrem Immobilienbestand mit Photovoltaikanlagen ausstattet (wir berichteten).
Rund 163.000 Euro kostet eine dritte PV-Anlage mit einem deutlich größeren Leistungsvolumen von knapp 100 Kilowatt-Peak (kWp), die gegenwärtig auf dem Dach der Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft im Alten Rottweg installiert wird. Das Solaredge-System arbeitet mit zwei Hybridwechselrichtern, die den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Mit zwei Batteriespeichern von jeweils 23 Kilowattstunden (kWh) wird überschüssig produzierter Solarstrom flexibel verfügbar.
Den von 243 Solarmodulen erzeugten Strom von voraussichtlich 84.670 Kilowattstunden jährlich nutzt nahezu hälftig die Gemeinde als Mieter der Unterkunft. Der Überschuss wird in das Stromnetz eingespeist. Nach der erstellten Wirtschaftlichkeitsberechnung lassen sich mit dieser Anlage pro Jahr rund 14.000 Euro an Stromkosten einsparen.
„Für uns ist das eine lohnenswerte Investition in eine einfache und wartungsarme Technik, mit der wir einen Teil unseres Stromverbrauchs umweltschonend vor Ort produzieren können“, erklärt KWG-Geschäftsführer Christian Bickle.
Wie funktioniert Photovoltaik?
Damit sich der schon 1839 von Physiker Alexandre Edmond Becquerel erstmals nachgewiesene photoelektrische Effekt einstellt, braucht es einen festen Verbundstoff, bei einer Solaranlage sind das die Halbleiterschichten aus Silizium und eine Photonenquelle, also das Sonnenlicht. Trifft das Sonnenlicht auf den Festkörper, geben die Photonen ihre Energie an ihn an. Das bringt die Elektronen im Festkörper in Bewegung, sodass elektrische Spannung entsteht, die über Metallschichten in Form von Gleichstrom abgeleitet und von einem Wechselrichter in Haushaltsstrom umgewandelt wird. (jd)
Foto: S.O.L.E.